Medien Malerei deckt zu, Kunst deckt auf

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"Zwischen Ihnen und mir sind unsichtbare Barrieren eingebaut. Ich sehe zum Beispiel in die Kameras des ZDF. Ich sehe niemanden von Ihnen, der mich jetzt sieht. Da Sie nicht sehen, was ich sehe und ich nicht sehe, was Sie sehen, muss offenkundig Unsichtbares zwischen uns liegen. Dies gilt es zu beschreiben, damit Sie sehen, was ich sehe, und ich sehe, was Sie sehen." - Richard Kriesche

Richard Kriesche wiederholt in seinem Originalbeitrag zu einer Sendung des ZDF-Magazins Aspekte programmatisch als Medienstatement dreimal den zitierten Text: zu Beginn im Bildschirm, dann vor dem Bildschirm und am Schluss wieder im Bildschirm. "Mein Projekt", so Kriesche im Interview zu dieser TV-Aktion, "stellt eine Analyse von Wirklichkeitsebenen dar. Das Bild vor mir, das Bild hinter mir, das Bild als Gleichzeitigkeit mit mir." Die in einem fast didaktischen Sinn eingesetzte Technik des Bluebox-Verfahrens, in dem in blaugefärbte Teile eines elektronischen Bildes mit dem Mischer ein anderes Bild gestanzt werden kann, verdeutlicht die Manipulierbarkeit der Fernseh-Kommunikation - eben deshalb: "Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!"

(Quelle: http://www.medienkunstnetz.de/werke/malerei-deckt-zu/)

Kategorien: Film und Video

Produktionsland

AT : Österreich

Produktionsjahr

1977

Ton

dt. Originalton

Format

4:3

Farbe

Farbe
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