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Blick-Wechsel
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Tsilidis, Christina
Interview mit Christalle Dorléac spielt mit den inhaltsleeren Interviews, die für die Filmvermarktung unvermeidlich sind.
Es werden meistens pseudoprivate Fragen gestellt und im Gegenzug intime Antworten professionell vermieden. Catherine Deneuve, die in dieser Arbeit als Vorlage dient, wird in den Medien immer wieder als ''Icequeen'' bezeichnet. Es ist wenig über ihr Privatleben bekannt. Diese künstlich erzeugte kühle Distanz des Stars, der Versuch einer Idealisierung durch das Verbergen von Fehlern, lässt Platz für die Phantasie des Publikums. Es beginnt zu überlegen, wie viel Privates der Schauspieler in seine Rolle einbringt. Umgekehrt verliebt sich das Publikum in den im Film dargestellten Charakter und überträgt ihn auf die Darstellerin bzw. den Darsteller.
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Interview with Christalle Dorléac plays with the content-empty interviews that are unavoidable in film marketing.
Mostly pseudo-private questions are asked while intimate answers are professionally avoided. Catherine Deneuve, who serves as a reference for this work, is repeatedly described in the media as an “ice queen.” Little is known about her private life. This artificially produced cool distance of the star, the attempt at idealization through the concealment of flaws, leaves room for the audience's imagination. They begin to speculate about how much of an actor’s private self enters into a role. Conversely, the audience falls in love with the character portrayed on screen and transfers this affection onto the actor.